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 Die Sieben Weltwunder der Antike

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Blut_Schwester
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BeitragThema: Die Sieben Weltwunder der Antike   Di Mai 08, 2012 11:10 pm

Das Mausoleum von König Mausollos II. in Halikarnassos
König Mausollos II. herrschte von 377 - 353 v. Chr. als Satrap des persischen Großkönig an der Westküste der heutigen Türkei über die Karier, die fest in der Tradition der Griechen standen. Da der Großkönig seinen Statthalter Mausollos II. freizügig gewähren ließ, brachte es dieser durch Verhandlungsgeschick und strategische gute Partnerschaften mit den Jahren zu einem großen Einflussbereich mit entsprechendem Vermögen. Er war mit seiner Schwester Artemesia verheiratet, die nach seinem Tod 353 v. Chr. an seiner statt, für drei Jahre regierte und auch den Bau des Mausoleum weiter führte. Etwa um 367 v. Chr. verlegte er seinen Regierungssitz von Mylasa nach Halikarnassos, dem heutigen beliebten Touristenort Bodrum am Mittelmeer in der Türkei. Ein berühmter Sohn von Halikarnassos ist Herodot (484 - 424 v. Chr.) der Vater der Geschichtsschreibung. Schon sehr bald begann Mausollos II. Halikarnassos zu einer Hauptstadt mit den entsprechenden prächtigen Gebäuden nach griechischem Vorbild auszubauen. In diese Zeit hinein fällt auch der Auftrag zur Errichtung seines Grabmals. "Romantische" Quellen sehen Artemisia als Auftraggeberin die aus tiefster Zuneigung ihrem Bruder und Ehemann eine besondere letzte Ruhestätte schenken wollte. Dies kann aber nicht belegt werden und es ist wahrscheinlicher, dass König Mausollos II. selbst den Auftrag für den Bau gab. Die Fertigstellung erfolgte erst etwa 20 Jahre nach dem Tod von Artemisia die den Bau nach dem Tod Mausollos II. bis zu Ihrem eigenen Tod im Jahre 351 v. Chr. leitete.Das Mausoleum wurde von den griechischen Baumeistern Satyros und Pytheos errichtet und kann grob in 4 Teile eingeteilt werden. Auf den 38 x 32 Meter großen Grundriss, folgte ein hoher Sockelunterbau, gefolgt von einer Säulenhalle mit jeweils 11 Säulen an den Seiten und 9 Säulen an den Stirnseiten, einem Dach in Form einer Pyramide und letztendlich der Quadriga einem Vierergespann mit einem Paar als Lenker. Zwischen den Säulen der Halle befanden sich lebensgroße Skulpturen von Persönlichkeiten und auf einem Sockel rund um das Dach waren 56 Löwen verteilt. Die Grabkammer selbst hatte die Maße 8 x 9 Meter bei einer Höhe von 2 Meter. Weiter befanden sich verschiede äußerst kunstvolle Friese an den Seiten des Daches, der Säulenhalle und des Sockels. Dargestellt auf den Friesen waren der Kampf der Amazonen gegen die Griechen, der dem Bildhauer Skopas zugeschrieben wird und im Britischen Museum besichtigt werden kann, ein Wagenrennen und Kämpfe der Griechen gegen die Kentauren. Weitere Bildhauer die am Bau beteiligt gewesen sein sollen sind: Bryaxis aus Karien, Leochares von Athen und Timotheos. Als Baumaterial wurde graugrünes Vulkangestein genutzt, das vollständig mit weißem Marmor verkleidet wurde und so dem Mausoleum ein vollständig weißes Aussehen gab.Bis in das 13. Jahrhundert stand das Mausoleum unbeschädigt in Halikarnassos, als ein schweres Erdbeben es zum Einsturz brachte. Nach und nach begannen nun die Johanniter Tempelritter, die sich nach dem Rückzug aus dem Heiligen Land vorerst in Halikarnassos niederließen, die Überreste der Ruine vom Mausoleum abzutragen und für die Erbauung des Kastell St. Petri am Hafen zu nutzen. Noch heute erkennt man die graugrünen Quadersteine in den Mauern des Kastell. Berichten von den Italienern Michelozzi und Bonsignori um 1498 zufolge, standen noch bedeutende Teile vom Weltwunder in Halikarnassos. Es wird weiter berichtet, dass 1523 die Tempelritter ein weiters Mal das Mausoleum als Steinbruch nutzten und es vollständig abgetragen haben. Sie entdeckten, so der ehemalige Kommandant de la Tourette der Tempelritter, auch die mit Friesen verzierte und aus Marmor bestehende Grabkammer. Diese war bereits zuvor von Grabräubern geplündert worden und wurde nun von den Tempelritter vollständig zerschlagen und beseitigten so die letzten Überreste des Weltwunder.Charles Newton fand 1856 den Standort des Mausoleum, nachdem dieser in Vergessenheit geraten war. Das Fundament das er fand hatte eine Größe von 32 mal 38 Meter was die Angaben von Plinius sehr genau bestätigt. Eine weitere bedeutende Ausgrabung erfolgte 1966 bis 1977 durch den Dänen Jeppesen, die neue Rekonstruktionen zuließ, aber im wesentlichen die beiden Rekonstruktionen (siehe oben) bestätigten. Heute kann die Ausgrabungsstätte in Bodrum besichtigt werden. Sehen kann man dort jedoch nur das in den Fels gehauene Fundament und Bruchstücke von Säulen und Steinen. Die bedeutendsten Funde mit vielen Teilen des Frieses und Skulpturen befinden sich in London im Britischen Museum und können dort besichtigt werden.
Abschließend kann man über das Mausoleum von Halikarnassos sagen, dass es mit seiner für die Zeit ungewöhnlichen Architektur und Bestattungsform die Geschichte nachhaltig beeinflusst hat und mit dem Begriff "Mausoleum" für ein übergroßes Grab heute fester Bestandteil in vielen Sprachen ist und so trotz der Zerstörung die Zeit überdauert hat.
Zitate aus antiken QuellenDurch die Mitte der Höhe des Halbrundes... wurde eine sehr breite Straße geführt, in deren Mitte das Mausoleum mit so hervorragenden Kunstwerken geschaffen ist, daß es unter die sieben Weltwunder gezählt wird.
Vitruv (römischer Architekt) ca. 80 - 20 v. Chr.Kein anderes kommt ihm gleich, weder an Größe noch an Schönheit. Es prangt mit den vollendetsten Kunstwerken, den Bildern von Mensch und Pferden aus schönstem Marmor.
Lukian ca. 150
Standort: Halikarnassos in Kleinasien (Persien) Heute: Bodrum Türkei
Bauherren: König Mausollos II. und seine Frau Artemisia II.
Baumeister: Satyros und Pytheos
Größe: Grundfläche 32 Meter x 38 Meter und ca. 45 Meter hoch.
Bauzeit: Ca. 360 v.Chr.
Die Hängenden Gärten der Semiramis in Babylonsind das geheimnisvollste und rätselhafteste der sieben Weltwunder des Altertum. Bisher gibt es nur schriftliche Quellen von Schreibern, die keine Augenzeugen des intakten oder gar noch stehenden Weltwunders waren. Die ersten Werke (400 - 350 v. Chr. in denen die Gärten der Semiramis ausführlicher Beschrieben werden wie von Berossos und Ktesias von Knidos sind verloren und werden von nachfolgen römischen Geschichtsschreibern nur zitiert. Es finden sich noch Hinweise in den Werken von Philon von Byzanz, Diodorus Siculus und Strabon die in der Zeit zwischen 250 bis 50 v. Chr. lebten. Etwa um 100 v.Chr. müssen die Gärten bereits größtenteils zerstört gewesen sein, als die Stadt Babylon von den Bewohnern verlassen wurde. Da auch der Geschichtsschreiber Herodot (484 - 424 v.Chr) nichts über die Gärten von Babylon schreibt, gibt es Wissenschaftler, welche sogar die Existenz bezweifeln.Zwei Fehler die mit der Geschichte des Weltwunders gewachsen sind können heute mit ziemlicher Sicherheit nachgewiesen werden. Es gibt einen Übersetzungsfehler aus dem Griechischen als man die Bezeichnung "Hängende Gärten" ableitete und nicht "Dachgarten auf Terrassen" was richtiger gewesen wäre. Weiter ist sich die Wissenschaft darüber einig, dass der Bau der Gärten von Babylon Nebukadnezar II., 605 bis 562 v. Chr. und nicht Semiramis, die etwa 200 Jahre zuvor Königin von Babylonien war, zugeschrieben werden muss. Der "Legende" nach baute Nebukadnezar II. die Gärten für seine Frau Amyitis, die aus einer grünen Landschaft in Persien kam und er wollte ihr in der wüstenähnlichen Region von Babylon ein Stück ihrer Heimat schenken. Nebukadnezar II. veränderte sehr stark durch viele prächtige Neubauten nach seinem Herrschaftsantritt das Bild von Babylon und führte die Stadt zu einer neuen Blütezeit. Funde bei archäologischen Ausgrabungen in Babylon erhärten diese Hypothese.Der deutsche Archäologe Robert Koldewey fand bei seinen Ausgrabungen am Anfang des 20. Jahrhundert neben dem Ishtar Tor mit der prächtigen Prozessionsstrasse, den Grundmauern des berühmten Turm von Babylon auch zwei Paläste in Babylon. Einer davon, der in der Nähe des Ishtar Tores stand, soll nach Koldewey der Garten der Semiramis gewesen sein. Der Palast verfügte über Gewölbeunterbauten, Brunnenanlagen und für Paläste eher ungewöhnliche Tonscherben, wie sie für den Garten notwendig gewesen sein mussten. Da die Seitenlänge des Palastes, den Koldewey gefunden hatte, nur 45 Meter beträgt und die Lage nicht direkt am Fluß Euphrat ist, wird heute bezweifelt, dass es sich tatsächlich um das ehemalige Weltwunder von Babylon handelt. In verschiedenen historischen Quellen werden die Hängenden Gärten mit einer Länge von 120 Meter beschrieben und die Länge von 45 Meter ist für verschiedene Wissenschaftler nicht einem Weltwunder würdig. Der Status als Weltwunder für die Hängenden Gärten wird verschiedentlich in Frage gestellt. Für die Babylonier waren Gärten und Parks nicht ungewöhnlich und wurden gerne von Königen errichtet, im Gegensatz zu den Griechen. Für die Griechen mussten die Gartenanlagen etwas Besonderes gewesen sein, da sie so etwas kaum bzw. nicht kannten. Dieser Umstand könnte den eher kleinen Gärten zu diesem legendären Ruf in der griechischen Welt verholfen haben.
Aufgrund der aktuellen politischen Lage im Irak wird es sicher noch einige Jahre vergehen bis weitere Erkenntnisse und Neuigkeiten zu den Hängenden Gärten der Semiramis gefunden werden können.
Der Park erstreckte sich auf jeder Seite über 120 Meter, und da der Aufgang zu dem Garten hangartig geneigt war und die einzelnen Teile des Bauwerkes stufenartig voneinander abgesetzt waren, glich das Ganze in seinem Erscheinungsbild einem Theater.
Diodorus Siculus ca. 50 v.Chr
Es sind nur sehr wenige (belegte) Daten zum Weltwunder Hängende Gärten der Semiramis bekannt.
Standort: Babylon in Babylonien Heute: Irak
Bauherr: König Nebukadnezar II.
Bauzeit: ca. 600 v. Chr.
Der Koloss von Rhodoswar ein Geschenk der Rhodier an den Sonnengott Helios der die Stadt vor einer Übernahme durch den König Demetrios von Phyrgien und Lykien im Jahre 305 v. Chr. bewahrte. König Demetrios belagerte die Stadt schon lange von der See aus, aber es gelang ihm nicht diese einzunehmen. So ließ er eine etwa 30 Meter hohe Belagerungsmaschine in neun Stockwerken ausgerüstet mit Katapulten und Rammböcken bauen. Die Rhodier sahen die Entstehung dieser Maschine ohne dass sie etwas machen konnten und so beschworen sie ihren Gott Helios sie zu retten und im Gegenzug würden Sie dafür eine Statue ihm zu Ehren bauen, wie die Welt es zuvor noch keine gesehen hat. Helios riet den Rhodier einen unsichtbaren Graben vor der Stadt anzulegen. Die Rhodier machten dies und die Belagerungsmaschine blieb in diesem stecken und konnte wegen des großen Gewichts nicht mehr heraus gezogen werden. Unter Vermittlung der Athener wurde der Krieg nach zwei Jahren beigelegt. Als Dank errichteten nun die Bürger von Rhodos um 295 v. Chr eine Statue die ein Weltwunder werden sollte. Für den Bau wurde Chares von Lindos beauftragt der in einer Zeit von zwölf Jahren den Koloss von Rhodos fertig stellte. Der größte Standfigur der Antike stürzt bei einem Erdbeben nur 66 Jahre später um und hatte damit kürzeste Lebensdauer aller Weltwunder. Der Preis soll 300 Talente also etwa knapp acht Tonnen Silber betragen haben.Es existieren bis heute keinerlei archäologische Funde die dem Koloss von Rhodos zugewiesen werden könnten. Da er aber in sehr vielen Schriften von vielen voneinander unabhängigen Schreibern der Antike genannt wird ist man sich unter Wissenschaftlern einig dass die Statue existiert haben muss. Am genauesten wird der Koloss von Rhodos von Plinius dem Älteren (ca. 20 - 80) und in Epigramme beschrieben. Philon von Byzanz (ca. 250 v. Chr.) schrieb ebenfalls einen Bericht, der aber wegen technisch unmöglichen Beschreibung der Herstellung des Koloss bezweifelt wird. Der Koloss war etwa 30 bis 35 Meter Hoch und wurde aus Bronze gegossen. Gesichert ist auch, dass der Koloss eine Strahlenkrone trug, wie alle Helios Darstellungen der Zeit. Im Vergleich zu anderen Figuren die den Gott Helios darstellen nimmt man daher auch an, dass es sich um einen nackten Jüngling mit Lockenpracht handelte. Wenigstens einmal, durch Ptolemaios III., wurden die Geldmittel angeboten um den Koloss wieder aufzustellen. Die Rhodier hatten wohl auch Angst dass der Koloss noch einmal umstürzen könnte. 653 eroberten die Araber unter dem Feldherren Muawijah Rhodos der die Überreste nach Kleinasien abtransportieren lies und dort an einen judäischen Händler verkaufte.Eine schöne Legende ist mittlerweile der Standort des Koloss von Rhodos. Seit dem späten Mittelalter ist man bei Künstlern der festen Meinung, dass dieser breitbeinig über der Hafeneinfahrt von Rhodos gestanden haben muss. Dies ist eine reine Spekulation, die sich aber sehr beeindruckend darstellen lässt. Es ist historisch nicht belegt wo der Standort der Figur war. Es könnte die Hafeneinfahrt gewesen sein, jedoch sprechen der Transport der wahrscheinlich ungeheuer schweren Bronzeteile sowie eine kaum zu erreichende Statik bei einer so exponierten Lage dagegen. Wahrscheinlicher ist eher, dass er in der Nähe der Stadt zum Beispiel am Helios Tempel gestanden hat. Dies könnte auch die Angst der Rhodier erklären die sich vor einem erneuten Fall des Kolosses fürchteten. Weiter interessant ist, dass der heute umgangssprachliche Begriff Koloss bzw. kolossal vom Koloss von Rhodos abgeleitet wurde. Im griechischen hatte das Weltwunder den Namen "Kolossos" bekommen.
Der Koloß von Rhodos, der bei seinem Fall viele Häuser niederschlug. Als der König (Ptolemaios) ihn wieder aufstellen wollte, fürchteten die Rhodier, daß er wieder hinstürzen könnte.
140 v. Chr., Übersetzung aus dem Griechischen Bernhard Hebert
Dieses Götterbild hatte eine Höhe von 70 Ellen und wurde nach 66 Jahren von einem Erdbeben zerstört; aber auch liegend erregt es Staunen. Wenige umfassen seinen Daumen und die Finger sind größer als die meisten Statuen.
Plinius der Ältere 41, Übersetzung aus dem Lateinischen M. Bothe
Dieser (Muawijah) nahm die Insel Rhodos ein und brach den dort befindlichen Koloß ab, nach 1000 und 360 Jahren seines Bestehens, den ein judäischer Händler aus Edessa kaufte und 900 Kamele mit dem davon stammenden Erz belud.
Konstantin VII. ca. 940, Übersetzung aus dem Griechischen Bernhard Hebert
Standort: Rhodos Griechenland
Baumeister: Chares von Lindos
Größe: 70 Ellen, ca. 30 - 35 Meter hoch
Bauzeit: Anfang des 3. Jahrhundert
Zerstörung: Erdbeben ca. 220 v. Chr
Der Leuchtturm von PharosDer Leuchtturm von Pharos ist erst sehr spät ein Weltwunder geworden, da er nicht auf der Originalliste des Antipatros von Sidon aufgeführt war. Er wurde im 6. Jahrhundert von Gregor von Tours in die Liste aufgenommen und dafür die zerstörte Stadtmauer von Babylon gestrichen. Die kleine Insel Pharos lag etwa einen Kilometer vor der Küste am westlichen Ende des Nildeltas im Mittelmeer von Ägypten. Die Bucht hinter der Insel Pharos bildete einen natürlichen Hafen und wurde sehr lange vor der Errichtung des Leuchtturm von Pharos gerne von Seefahrern genutzt um Proviant und Wasser aufzunehmen. Homer schrieb bereits in seiner Odyssee etwa 750 v. Chr. vom sicheren Hafen bei der Insel Pharos. Nachdem Alexander der Große Ägypten eroberte, ließ er 331 v. Chr. die Stadt Alexandria an der Bucht hinter der Insel Pharos bauen. Ptolemaios I., ein General von Alexander dem Großen, wurde 323 v. Chr. nach dem Tod von Alexander Statthalter und später König von Ägypten. Alexandria wurde die Hauptstadt des Ptolemäischen Reich und entwickelte sich sehr schnell zu einer blühenden Stadt. In diese Zeit unter Ptolemaios I. fällt auch die Gründung der berühmten Bibliothek von Alexandria, welche mit über 700.000 Schriftrollen die bedeutendste Bibliothek des Altertum war.Am Anfang des 3. Jahrhunderts gab Ptolemaios I. an Sostratos von Knidos den Auftrag den Leuchtturm von Pharos zu bauen. Dazu wurde zunächst ein etwa ein Kilometer langer Verbindungsdamm vom Festland zur Insel Pharos und ein weiterer kleiner Damm zu einer sehr kleinen vor gelagerten Insel auf dem der Leuchtturm errichtet wurde. Es gibt sehr viele vor allem arabische Quellen, unter anderem eine Vermessung und auch Münzen und Kunstgegenstände auf denen der Pharos Leuchtturm abgebildet wurde und so ist es möglich dass man eine recht genaue Vorstellung vom Aussehen des Pharos hat. Der deutsche Archäologe Hermann Thiersch, der Alexandria besuchte, hat sich um 1900 umfassend mit dem Aussehen des Leuchtturmes befasst und sehr genaue Rekonstruktionen vom großen Weltwunder, die auch auf dieser Seite sehen können und auch Heute noch aktuell sind, gezeichnet. Es gibt Quellen, welche die Höhe des Leuchtturmes bei fast 160 Meter sehen, aber Thiersch ermittelte nur eine Höhe von 120 Meter. Der quadratische Grundriss hatte eine Seitenlänge von 30 Meter und eine Höhe von 60 Meter, auf dieser Grundform stand ein 30 Meter hoher gleichmäßiger achteckiger Bau mit einem Durchmesser von etwa 11 Meter, darauf folgte ein runder Bau mit 8 Meter Durchmesser und einer Höhe von 15 Meter. Darauf stand das 8 Meter hohe Leuchtfeuer, gefolgt von einer 7 Meter hohen Bronze Statue, die wahrscheinlich einen griechischen Gott darstellte. Weitere Bronze Statuen standen auf der ersten Plattform in 60 Meter Höhe. Bis zur zweiten Plattform konnte man durch Innere des Leuchtturms gelangen. Man fand eine Inschrift auf der sich der Erbauer verewigt hatte und die wahrscheinlich am Leuchtturm angebracht war: "Sostratos der Knidier, Sohn des Dexiphanes; Den rettenden Göttern; Für die Seefahrenden"Der Leuchtturm von Pharos ist bis heute der höchste Leuchtturm der Welt der je gebaut wurde. Der Einsatz beschränkte sich sicher nicht nur auf den Nachtbetrieb wie heute üblich, sondern er wurde auch Tagsüber genutzt, da es an der wüstenähnlichen Mittelmeerküste von Ägypten kaum Landmarken gab, an denen man sich orientieren konnte. Sehr wahrscheinlich wurde über mehrere Spiegel das Sonnenlicht an den Horizont reflektiert. Verschiedene Quellen sagen, dass man das Licht noch in etwa 50 Kilometer Entfernung sehen konnte. Wie auch anderen Weltwunder der Antike ereilte das Schicksal dem Leuchtturm von Pharos in Form von einem Erdbeben um das Jahr 1330, das ihn sehr schwer beschädigte. Etwa 1480 baute Sultan Kait Bey ein Kastell auf den Fundamenten des Leuchtturmes und benutzte die eingestürzten Trümmer als Baumaterial. Die Farbe und Form der Steine vom Leuchtturm von Alexandria muss in etwa der entsprochen haben, wie man sie heute in den Mauern von Fort Kait Bey sieht.
Tipp: Für alle, die einen Eindruck vom antiken Alexandria gewinnen möchten, denen sei die Austellung "Ägyptens versunkene Schätze" im Berlin im Gropius Bau nah gelegt. Bis Ende Januar 2008 können dort antike Fundstücke aus dem Hafen von Alexendria, die erst in den letzten 10 Jahren gefunden wurden, bestaunt werden. Zitate aus antiken Quellen über den Leuchtturm Pharos
Eine der Inseln liegt im wogenstürmenden Meere
Vor des Ägyptos Strome, die Menschen nennen sie Pharos,
So weit ab, als etwa den Tag ein geräumiges Seeschiff
Segelt, wenn es zur Fahrt vom Land her tüchtigen Wind hat.
Dort ist ein sicherer Hafen, allwo die Schiffer gewöhnlich
Frisches Wasser schöpfen und weiter die Wogen durchsegeln.
Homer, Odyssee ca 750 v. Chr.
Pharos ist eine viereckige Insel ... auf ihr steht ein Turm, der wunderbar aus weißem Stein erbaut und mit zahlreichen geschichtlichen Darstellungen geschmückt ist und den gleichen Namen trägt wie die Insel.
Strabo (Anfang 1. Jahrhundert)
Eine dieser Statuen hielt den Zeigefinger der rechten Hand ständig zur Sonne hin gerichtet: wenn sie in der Mitte ihrer Umlaufbahn war, zeigte der Zeigefinger diese Stellung an. Wenn sie vom Horizont verschwand, senkte sich die Hand der Statue nieder und beschrieb so den Verlauf des Gestirns. Eine andere Statue zeigte alle Stunden des Tages und der Nacht durch einen wohlklingenden Ton an, der zu jeder Stunde erklang. Eine dritte Statue streckte die Hand zum Meer hin. Sobald ein Feind in der Entfernung von einer eine Nacht währenden Schiffsreise war, drang ein schrecklicher Ton aus dieser Statue. ... Sie stellten den Leuchtturm als eine Art Küstenwache auf, indem sie oben einen Spiegel befestigten, der aus einer Art von dünnen durchsichtigen Steinscheiben gemacht war, durch den sie die Schiffe, die aus Rom kamen, in einer Entfernung sehen konnten, die das Auge nicht hätte erreichen können.
Masoudi 954 n. Chr.
Standort: Insel Pharos vor Alexandria Ägypten
Größe: Grundfläche: 30 x 30 Meter und 120 Meter hoch
Bauherr: Ptolemaios I.
Baumeister: Sostratos von Knidos
Bauzeit: Anfang 3. Jahrhundert
Zerstörung: Ein Erdbeben um das Jahr 1330
Der Tempel der Artemis in EphesusEphesus (griech. Ephesos) war eine der größten und bedeutendsten Städte im griechischen und römischen Altertum und liegt in der heutigen Türkei etwa 70 Kilometer südlich von Izmir. Während der Antike war Ephesus eine Hafenstadt am Mittelmeer. Durch tektonische Bewegungen findet man die Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts. Es gibt Funde am Artemistempel, die über tausend Jahre vor der großen Blüte (600 v. Chr. bis 400 n. Chr.) von Ephesus zurückreichen. Religiöse Zeremonien und kleinere Tempelbauten sind seit ca. 800 v. Chr. am Ort der späteren großen Tempelbauten nachweisbar. Die Anbetung der griechischen Göttin Artemis in Ephesus wurde durch ein Bildnis der Göttin das vom Himmel gefallen sein soll ausgelöst. Artemis war eine Tochter des Zeus und gehörte zu den zwölf höchsten Gottheiten in der griechischen Mythologie und war Göttin der Jagd, des Mondes und Hüterin von Frauen und Kinder. Man fand drei Statuen in den Ruinen vom Artemis Tempel auf denen sie auf ihrem Bauch merkwürdige Rundungen hat (siehe Bild). Da es ist nicht eindeutig ist was diese Rundungen darstellen und keine Überlieferungen existieren, gibt es verschiedene Spekulationen, von Stierhoden, über Eier bis hin zu Früchten, die aber alle zu dem gleiche Ergebnis kommen, dass Artemis in Ephesos auch als Fruchtbarkeitsgöttin verehrt wurde. Dieses Aussehen brachte der Artemis den weiteren Namen "Die Vielbrüstige" ein.Die Tempel der Artemis tragen auch die Bezeichnung Artemision. Der Ort an dem der Tempel der Artemis, errichtet wurde war denkbar ungeeignet, da es ein sumpfiges Gelände ist, das heute noch nach starken Niederschlägen unter Wasser steht. Mit Hilfe von Holzkohle die in unter dem Tempel in den Sumpf eingebracht wurde konnte der Untergrund getrocknet und stabilisiert werden. Der weiche Untergrund war ein idealer Schutz vor Erdbeben, da er die Schwingungen dämpfte. Ob dies von den Ephesern geplant wurde ist fraglich, denn sie konnten sich den Ort für den Tempel nicht aussuchen, da dieser bereits von den Göttern vorbestimmt war. Bereits in den früheren Tempel konnten Tierknochen gefunden werden, die belegen, dass in den rituellen Handlungen wie auch später zur Zeit der großen Tempel es üblich war Tiere, wie z.B. Stiere, zu opfern. Dies geschah auf einen Altar außerhalb der Tempel. Wenn man vom Tempel der Artemis in Ephesus als Weltwunder spricht, sind eigentlich zwei Tempel damit gemeint. Als der erste Tempel durch Brandstiftung zerstört wurde, baute man sofort einen zweiten Tempel an der gleichen Stelle, der dem ersten an Pracht und Größe kaum nach stand. Allgemein kann man sagen, dass beide Tempel Meilensteine der antiken Kunst und Architektur und wahrscheinlich die schönsten Bauwerke im griechisch-römischen Altertum waren. Baubeginn für den ersten Tempel der Artemis war etwa 460 v. Chr. und die Bauzeit für den gewaltigen Tempel dauerte etwa 100 Jahre. Nach einer Inschrift die gefunden wurde trug der sprichwörtliche reiche König Kroisos von Lydien, vielen besser bekannt als "Krösus", einen Teil der Kosten für den Tempelbau. Er hatte kurz zuvor Ephesos erobert und versuchte eventuell auf diese Weise sich das Wohlwollen der Epheser zu erkaufen. Als Architekten wurden Theodoros von Samos, Chersiphon und Metagenes von Kreta verpflichtet. Der Tempel wurde vollständig aus Marmor errichtet und hatte eine Grundfläche von 60 x 103 Meter. Die Höhe der Säulen betrug etwa 19 Meter. Um den Hof im Zentrum des Tempels mit einer etwa zwei Meter hohen Artemis Statue waren die Säulen nach ionischem Stil in einer Zweierreihe rund um den Tempel geführt. Insgesamt hatte der Tempel nach heutigem Stand 106 Säulen. Prächtige Friese zierten den Tempel innen und außen. 356 v. Chr., wenige Jahre nachdem der Bau fertig war, wurde der erste Tempel der Artemis von Herostratos, einem Wahnsinnigen der mit dieser Tat auf sich Aufmerksam machen wollte, durch Brandstiftung zerstört. Eine Legende, überliefert in verschiedenen antike Schriften, rankt sich um den Brand des ersten Artemision. Der Tag an dem der Tempel zerstört wurde, soll auch gleichzeitig der Tag der Geburt von Alexander dem Großen, dem späteren Befreier von Ephesus aus persischer Herrschaft, gewesen sein. Man geht allgemein jedoch davon aus, dass diese Überlieferungen zum Mythos von Alexander des Großen gehören.Schon kurz nachdem Brand und der Zerstörung des ersten Tempel wurde an gleicher Stelle ein zweiter nur wenig größerer Artemision errichtet, der in die Liste der Weltwunder von Antipatros auf genommen wurde. Dieser zweite Tempel der Artemis wurde an der Stelle des ersten Tempels errichtet. Auffällige Unterschiede vom neuen Tempel waren eine etwa drei Meter hohe Plattform mit Stufen nach allen Seiten auf die der Tempel gebaut wurde, an der Stirnseite wurde eine weitere Reihe Säulen hinzugefügt und die Säulenhöhe war etwas niedriger. Das zweite Artemision wurde ebenfalls vollständig aus Marmor gebaut, wies aber weniger Verzierungen und Friese auf als der erste Tempel. Er hatte die Maße 72 x 125 Meter Grundfläche und die 117 Säulen hatten eine Höhe von etwa 18 Meter. Die Gesamthöhe des Artemision lag bei über dreißig Meter. Baumeister für den Tempel waren Paionios, Demetrios und Cheirokrates und die Bauzeit erstreckte sich über 120 Jahre. Phidias, der bedeutendste Bildhauer der Zeit und Schöpfer der Statue des Zeus einem anderem antiken Weltwunder, schuf eine Amazonen Statue für Artemistempel. Der Artemision ist auch in der Bibel zu finden, als der Apostel Paulus die Stadt Ephesus besuchte, sorgte er mit seinem Glauben für einige Unruhe unter den Anhängern der Artemis. Die Zerstörung vom Tempel der Artemis erfolgte 262 n. Chr. durch die Goten, die während des großen Gotensturm, der fast das ganze 3. Jahrhundert andauerte, systematisch Südost Europa ausgeplündert haben. Als dann das römische Reich gut 100 Jahre später christlich wurde ging Ephesus und mit ihm der Kult um die Göttin Artemis unter. Die Ruine des Artemision diente fortan als Steinbruch für Neubauten in der näheren Umgebung.Der Tempel der Artemis wurde 1869 vom Engländer J.T. Wood wieder entdeckt und die kostbaren Funde, unter anderem mit Goldschmuck und Münzen, auch von einer 30 Jahre späteren Ausgrabung können heute im Britischen Museum in London und im Archäologischen Museum in Istanbul besichtigt werden. Seit Anfang des 20. Jahrhundert sind österreichische Archäologen sehr aktiv bei den Ausgrabungen für die antike Stadt Ephesos und die Funde können Vorort in Selcuk in einem Museum besichtigt werden. In Selcuk gibt es etwa 50.000 Artefakte in den Archiven und die berühmtesten Ausstellungsstücke sind die Statuen mit der vielbrüstigen Artemis. Der Ort an dem der Artemistempel stand kann heute ebenfalls besichtigt werden. Allerdings ist dort nur eine etwa 14 Meter hohe Säule zu sehen, die den ehemaligen Standort vom großen Tempel der Artemis symbolisch angezeigt. Zitate aus antiken Quellen
Aber der Tempel, der sich in Wolken verliert, heilig der Artemis, ließ alles andere verblassen. Ich sprach: "Vom Olymp abgesehen, hat Gott Helios solch Wunderwerk niemals erblickt!
Antipatros von Sidon, Übersetzung aus dem griechischen Brodersen und Ebener
Als sie aber innewurden, daß er ein Jude war, schrie alles wie aus einem Munde fast zwei Stunden lang: Groß ist die Artemis der Epheser! Als aber der Kanzler das Volk beruhigt hatte, sprach er: Ihr Männer von Ephesus, wo ist ein Mensch, der nicht weiß, daß die Stadt Ephesus eine Hüterin der großen Artemis ist und ihres Bildes, das vom Himmel gefallen ist?
Paulus in Ephesus, Bibel Apostelgeschichte 19,34+35
Erster großer Artemis Tempel:
Standort: Ephesus Heute: Selcuk, Türkei
Größe: ca. 60 Meter x 103 Meter Grundfläche, Säulenhöhe ca. 19 Meter
Baumeister: Theodoros von Samos, Chersiphon und Metagenes von Kreta
Bauzeit: ca. 460 v. Chr. Bauzeit etwa 120 Jahre
Zerstörung: 356 v. Chr. Brandstiftung
Zweiter großer Artemis Tempel:
Standort: Auf den Trümmern des ersten Tempel der Artemis
Größe: ca. 72 Meter x 125 Meter Grundfläche, Säulenhöhe ca. 18 Meter
Baumeister: Paionios, Demetrios und Cheirokrates
Bauzeit: ca. 350 v. Chr. Bauzeit etwa 100 Jahre
Zerstörung: 263 durch gotische Truppen
Die Statue des Zeus von Phidias in OlympiaDer Ort Olympia auf der Halbinsel Peloponnes in Griechenland ist bekannt als der Austragungsort für die olympischen Spiele der Antike, die von 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. hier stattfanden. Die Spiele hatten eine sehr große politische Bedeutung, da Waffenstillstand zwischen den teilnehmenden griechischen Völkern herrschte und die Zeit der Olympischen Spiele auch für Verhandlungen und Gespräche genutzt wurde. Der Zeus Tempel der 479 bis 456 v. Chr. von Libon von Elis errichtet wurde war das zentrale Heiligtum auf dem heiligen Boden von Olympia in dem am vierten Tag der Spiele sich Athleten und Zuschauer versammelten um Tiere ihrem höchsten Gott Zeus zu opfern. Der Zeus Tempel wurde aus Marmor gebaut, war 28 Meter breit, 64 Meter lang und 20 Meter hoch und damit das größte Gebäude, das auf der Peloponnes gebaut wurde. Die olympischen Spiele wurden 393 vom christlichen Kaiser Theodosius II. verboten, der die heidnischen Bräuche die mit den olympischen Spielen verbunden waren nicht mehr in seinem Reich duldete. Der Zeus Tempel, der bereits 522 durch ein Erdbeben stark beschädigt wurde, stürzte 551 während eines weiteren Erdbebens endgültig ein.Obwohl die Zeus Statue im 4. Jahrhundert vollständig zerstört wurde, gibt es einen sehr präzisen Bericht von Pausanias aus dem 2. Jahrhundert und griechische und römische Münzen auf denen die Statue abgebildet ist, so dass man heute eine recht genaue Vorstellung über das Aussehen vom Weltwunder in Olympia hat. In der Mitte des ihm geweihten Tempels saß die Statue des Zeus auf einem fasst 10 Meter hohen Thron mit einem Zepter in der einen Hand und in der anderen die Siegesgöttin Nike. Als Baumeister wurde Phidias berufen, der größte Bildhauer seiner Zeit, der einige Jahre zuvor Maßgeblich an der Ausgestaltung des Parthenon Tempels in der Akropolis von Athen beteiligt war. Die Statue des Zeus war gut 12 hoch und stand auf einem etwa einen Meter hohen Sockel und erreichte so eine Gesamthöhe von 13 Meter. Die Zeusstatue war das letzte Werk von Phidias, das er 438 v. Chr. begann und erst kurz vor seinem Tod ca. 430 v. Chr. fertig gestellt hat. Die Statue des Zeus wurde mit der gleichen Technik hergestellt wie die etwa neun Meter hohe Figur der Athena Parthenos, die Phidias für die Akropolis in Athen wenige Jahre zuvor erstellt hatte. Die Figur war hohl und erhielt durch ein Holzgerüst im Inneren Stabilität. An dieses Holzgerüst wurden die vorgefertigten Teile aus Gold und Elfenbein befestigt. Die nackten Körperteile des Zeus bestanden aus Elfenbein und Schuhe, die Kleidung bestehend aus einem einfachen Gewand und die Haare waren aus Gold. Auf seinem Kopf trug er einen Kranz aus Ölzweigen, wie ihn die Sieger der Wettkämpfe erhielten, in der rechten Hand hielt er eine etwa lebensgroße Figur der Siegesgöttin Nike und in der linken Hand ein Zepter mit einem Adler an der Spitze. Der etwa 10 Meter hohe Thron war aus Ebenholz. Seine Füße waren auf einem kleinen Schemel aufgesetzt. Der Schemel und das Podest auf dem die Statue stand waren reich mit Figuren verziert. Nachdem Verbot der olympischen Spiele fanden weiterhin rituelle Zeremonien im Zeustempel statt die 426 ebenfalls verboten wurden. In dieser Zeit verliert sich die Spur der Zeus Statue. Zum einen wird behauptet, dass die Figur nach den Erlässen des Kaisers in Olympia vernichtet (gebrandschatzt) wurde und andere die meinen, dass die Figur nach Konstantinopel, der damaligen Hauptstadt des Oströmischen Reiches und Sitz von Theodosius II., gebracht wurde und dort 475 einem Brand zum Opfer gefallen ist. Schon sehr bald nach den Verboten von Kaiser Theodosius II. wurde Olympia verlassen und geriet in Vergessenheit und wurde erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert von französischen und britischen Forschern wieder entdeckt und kleinere Ausgrabungen durchgeführt. Am Ende des 18. Jahrhundert begannen deutsche Archäologen mit größeren Ausgrabungen die soviel Aufsehen erregten, dass die Idee der Olympischen Spiele 1896 wieder auf genommen wurde. Auch in der weiteren Geschichte bis heute sind es vor allem deutsche Archäologen, die wesentliche Teile des antiken Olympia, unter anderem auch das Stadion, frei gelegt haben. Ein besonderer Fund gelang den deutschen Mallwitz und Schiering in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts als sie die Werkstatt des Phidias, direkt neben dem Zeus Tempel, fanden. Die Werkstatt hatte die gleiche Deckenhöhe wie die Statue des Zeus, Man kann davon ausgehenn, dass eine 1:1 Kopie der Statue aus Ton in der Werkstatt gestanden haben muss. Sie überdauerte die Jahre als Teil einer byzantinischen Kirche die im 5. Jahrhundert errichtet wurde. In der Nähe der Werkstatt fand man Werkzeuge und Formen mit denen die Statue des Zeus hergestellt wurde. Erwähnenswert, wenn auch unbedeutend, ist der Fund eines Tonbechers in dem die Worte "Phidias Eigentum" eingeritzt waren. In Olympia befindet sich heute ein Museum in dem die bedeutendsten Funde ausgestellt sind. Zitate über die Zeus Statue aus antiken Quellen
Phidias trug eine so vollkommene Auffassung von Schönheit in sich, daß er, ganz darauf ausgerichtet, seine Künstlerhände dazu anhalten konnte, ein wahres Abbild des Gottes zu fertigen.
Cicero 106 - 43 v. Chr.
Auf seinem Kopf trägt er einen gemeißelten Kranz aus Olivenzweigen. In seiner Rechten trägt er eine aus Elfenbein und Gold gefertigte Figur der Siegesgöttin... In seiner Linken hält er ein Szepter, das mit allen Arten von Metall eingelegt ist und auf dem ein Adler sitzt. Seine Sandalen und sein Gewand bestehen aus Gold, und seine Kleidung ist mit Tieren und Lilien verziert. Der Thron ist mit Gold, Edelsteinen, Ebenholz und Elfenbein geschmückt.
Pausanias 150 n. Chr.
Standort: Olympia Griechenland
Größe: Sockel ca 7 x 10 Meter, Statue: 12 Meter Hoch
Baumeister: Phidias
Bauzeit: ca. 440 bis 430 v. Chr.
Zerstörung: 426 in Olympia oder 475 bei einem Brand in Konstantinopel
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Die Sieben Weltwunder der Antike
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