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 Die Sieben Weltwunder der Neuzeit Teil1

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Blut_Schwester
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BeitragThema: Die Sieben Weltwunder der Neuzeit Teil1   So Mai 13, 2012 11:32 pm

Von den Sieben Weltwundern der Antike, eine Liste die 200 vor Christus in Griechenland zusammengestellt wurde, stehen noch die Pyramiden von Gizeh. 2200 Jahre später kam der Schweizer Filmemacher und Autor Bernhard Weber auf die Idee, eine neue Liste der Sieben Weltwunder der Neuzeit zu erstellen. Diesmal entscheidet aber nicht ein Dichter alleine, sondern die Abstimmung findet via Internet statt. Bereits seit zwei Jahren läuft die Abstimmung über die Sieben Weltwunder der Neuzeit, beteiligt haben sich, so die Organisatoren bereits über 20 Millionen Menschen. Von den ursprünglich 200 Gebäuden und Monumenten, die zur Auswahl standen, sind 21 Finalteilnehmer übrig geblieben. Das Ergebnis der Abstimmung über die Sieben Weltwunder der Neuzeit soll am 7. Juli 2007 bekannt gegeben werden. Diesmal aber über das Fernsehen. Die Show soll in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon stattfinden und weltweit ausgestrahlt werden.
Chinesische MauerDie Chinesische Mauer (Wànlǐ Chángchéng ‚10.000 Li lange Mauer‘; auch chinesisch Zhōngguó Chángchéng ‚Lange chinesische Mauer‘), auch „Große Mauer“ genannt, ist eine historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte.Nach einer neuerlichen Vermessung durch chinesische Behörden im April 2009 wurde die Länge der chinesischen Mauer mit 8.851,8 km angegeben. In dieser Zahl sind aber auch 2.233 km Naturbarrieren wie Flüsse und Berge enthalten.Hinsichtlich Volumen und Masse gilt die chinesische Mauer als das größte Bauwerk der Welt. Dabei besteht die Mauer aus einem System mehrerer teilweise auch nicht miteinander verbundener Abschnitte unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Bauweise, deren Hauptmauer 2.400 km lang ist.Der chinesische Name 10.000 Li lange Mauer beinhaltet eine Längenangabe. Ein Li entspricht etwa 575,5 m, 10.000 Li sind daher ca. 5.755 km. Die Zahl 10.000 steht im Chinesischen jedoch für Unendlichkeit bzw. eine unzählbare Menge (vgl. Myriade), weshalb der Ausdruck etwa unvorstellbar lange Mauer bedeutet.Die Mauer wird heute durch staatliche Finanzierung ständig restauriert. Der bekannteste restaurierte Mauerabschnitt erstreckt sich bei Badaling, 70 km nordwestlich von Peking.Erste mauerartige Grenzbefestigungen entstanden wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. in der Zeit der Streitenden Reiche als Schutz gegen die sich untereinander befehdenden Chinesen. Diese einzelnen Mauerabschnitte bestanden aus festgeklopftem Lehm, der zur besseren Haltbarkeit mit Stroh- und Reisigschichten vermischt wurde.214 v. Chr. ließ der erste chinesische Kaiser, Qin Shihuangdi, Schutzwälle errichten, die das chinesische Kaiserreich, nach der Expansion über den Gelben Fluss, gegen die Völker aus dem Norden, vor allem die Xiongnu, schützen sollte. Im Unterschied zu schon vorhandenen alten Mauerresten wurde die Mauer nicht in den Tälern, sondern unterhalb der Kammlinie der Gebirge an den Nordabhängen errichtet. Sie bestand wegen des Fehlens von Lehm größtenteils aus aufeinander geschichteten Natursteinplatten.Seitdem wurde die Mauer immer wieder aus- und umgebaut. So wurden beispielsweise in der Jin-Dynastie (1125–1234) gelegentlich Strafexpeditionen in die Mongolei unternommen und ab 1192 auch die Große Mauer verstärkt. Die heute bekannte Form (siehe Bild) erhielt sie in der Zeit der Ming-Dynastie, der letzten großen Ausbauphase. 1493 begann unter Kaiser Hongzhi der Bau der Ming-Mauer, die dem Schutz gegen die Mongolen und der besseren Überwachung des Handels dienen sollte, und zu deren Verteidigung in den Neun Garnisonen der Ming etwa 300.000 Soldaten stationiert waren.Ihr Verlauf folgte den Bergkämmen, eine besonders aufwändige und teure Bauweise. Sie wurde weitgehend aus gebrannten Steinen und zum Teil auch aus Natursteinen errichtet. Der verwendete Mörtel bestand aus gebranntem Kalk und Klebreis[3] Das Innere des Mauerwerks füllte man mit Lehm, Sand und Schotter (Zyklopenmauer).Die Maße der Mauer sind recht unterschiedlich; im Gebiet von Peking sind 4 bis 8 m Breite auf der Krone und 10 m an der Basis sowie eine Höhe von 6 bis 9 m üblich. Im Abstand von einigen hundert Metern wurden ungefähr 12 m hohe Türme errichtet, die als Waffenlager und Signaltürme dienten. Daneben boten sie bei Angriffen Schutz für die Verteidiger. Es wird geschätzt, dass bis zu 25.000 solcher Türme in der Mauer integriert waren und dass 15.000 weitere Signaltürme die Kommunikation mit der Hauptstadt sichern sollten. Reste von Signaltürmen wurden noch bei Kaschgar gefunden, der alten Handelsstadt in Chinas äußerstem Westen.Die Wachtürme wurden nach einem einfachen Prinzip benachrichtigt, wenn Gegner in Sicht waren. Durch ein Feuer auf dem Turm, an dem ein Gegner gesichtet wurde, konnten benachbarte Wachtürme informiert werden. Dies wurde durch Sichtabstand der Türme ermöglicht, welche dann die Warnung durch Feuerzeichen weitergeben konnten.Chinesische Mauer, Detail aus der Karte von Abraham Ortelius (1584)Auf der berühmten Chinakarte des flämischen Kartografen Abraham Ortelius, die 1584 im Atlas Theatrum Orbis Terrarum erschienen ist, ist auch die Chinesische Mauer abgebildet. Diese nach Westen ausgerichtete Karte ist die erste in Europa gedruckte Karte von China. Die Länge der Chinesischen Mauer wurde jedoch von dem Kartografen stark unterschätzt. Der lateinische Text neben der Mauer lautet: Murus quadringentarum leucarum inter montium crepidines a Rege Chinæ contra Tartarorum ab hac parte eruptiones extructus. Auf Deutsch: Eine vierhundert Meilen lange Mauer wurde zwischen den Bergkämmen vom König von China gegen die Invasionen der Ta(r)taren in diesem Gebiet erstellt.Das System der Mauern war insgesamt ursprünglich ausgedehnter als lange angenommen. Schon Sven Hedin und Folke Bergman entdeckten während ihrer Chinesisch-Schwedischen Expedition 1927–1935 Reste der Großen Mauer in der Wüste Lop Nor, die Folke Bergman 1937 beschrieb. Chinesischen Wissenschaftlern wurde sein Buch 2000 in einer chinesischen Übersetzung zugänglich gemacht; daraufhin suchten sie Anfang 2001 die dort beschriebenen Signaltürme der Chinesischen Mauer in der Wüste Lop Nor auf, die sich fast 500 km westlich der Festung Jiayuguan befinden, die bei den chinesischen Wissenschaftlern bis dahin als westlicher Endpunkt der Mauer galt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieser Teil der Mauer gebaut wurde, um die mittlere Route der Seidenstraße zu schützen, auf der reich beladene Handelskarawanen nach Westen zogen, aber sie vermuten, dass das Ende der Mauer nicht hier gelegen hat.Während einige Teile der Mauer in der Nähe von Touristenzentren erhalten oder sogar restauriert wurden, sind große Teile der Mauer heute in schlechtem Zustand. Teilweise werden sie von den Dorfbewohnern aus der Nähe als Steinquelle für Häuser und Straßen genutzt. Abschnitte der Mauer wurden auch mit Graffiti bemalt oder eingerissen, um Platz für andere Bauvorhaben zu schaffen. Seit 2006 ist die Mauer geschützt, und es ist verboten, sie als Steinbruch zu nutzen. Die „Gesellschaft der großen chinesischen Mauer“ setzt sich für die Erhaltung ein.Insgesamt ist die Große Mauer noch sehr schlecht wissenschaftlich erforscht und beschrieben. Die historischen Quellen sind nicht einheitlich erfasst und sehr verstreut. Die nationale, chinesische Kulturerbe-Behörde hat zwischen 2007 und 2009 die Chinesische Mauer vermessen lassen. Damit sollte auch die geographische Lage und der Zustand der Mauer ermittelt werden. Nach den Ergebnissen der Vermessung durch die Staatsbehörden für Kartografie und Denkmalschutz sind von den insgesamt etwa 8.850 km nur 513 km der Mauer in gutem Zustand.Die UNESCO erklärte die Chinesische Mauer 1987 zum Welterbe.2007 wurde die Chinesische Mauer von weltweit 70 Millionen Menschen im Rahmen einer Privatinitiative zu einem der „neuen sieben Weltwunder“ gewählt.Sowohl die UNESCO als offizielle Hüterin des Weltkulturerbes als z.B. auch Ägypten (Antike Weltwunder: Pyramiden von Gizeh) distanzierten sich von der als „private Kampagne“ ohne wissenschaftliche Kriterien bezeichneten Wahl.Schon seit längerer Zeit wird behauptet, dass die Chinesische Mauer das einzige Bauwerk sei, das man mit bloßem Auge aus dem Weltraum sehen könne. Bei der bekannten Breite der Mauer müsste man nach dieser Vorstellung allerdings auch jede bessere Landstraße aus dem Weltraum erkennen können. Bisher hat noch kein Astronaut die Chinesische Mauer mit bloßem Auge erkennen können. Was man jedoch bei sehr guten Sichtverhältnissen aus großer Höhe sehen könnte, wäre der Schatten der Mauer, wenn die Sonne aus geeigneter Himmelsrichtung tief steht und die Mauer ein breites Schattenband erzeugt.Der erste Raumfahrer Chinas – Yang Liwei – sagte nach seinem Raumflug im Oktober 2003: „Die Aussicht war wunderschön. Aber ich konnte die Chinesische Mauer nicht sehen.“ Die chinesische Regierung ließ daraufhin neue Schulbücher drucken, in denen dies geändert wurde. Schon der US-amerikanische Astronaut James Irwin hat nach seiner Apollo-15-Mission erklärt, es sei unmöglich, die Große Mauer zu sehen.Leroy Chiao konnte 2005 von der Raumstation ISS aus die Chinesische Mauer fotografieren. Er benutzte dazu einen handelsüblichen Fotoapparat und ein 180-mm-Teleobjektiv. Beim Fotografieren war er sich jedoch nicht sicher, ob er die Chinesische Mauer im Sucher hatte. Mit bloßem Auge konnte er die Chinesische Mauer nicht ausmachen.Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Begriff Weltraum denkbar unscharf definiert ist. Die meisten bemannten Raumfahrten der Vergangenheit fanden in einer Höhe von 300 bis 600 km statt. Zum Vergleich: Die Distanz Erde–Mond beträgt etwa 380.000 km. Das Bauwerk vom Mond aus zu sehen, wäre unmöglich.
Christus-Statue, Brasilien,Cristo Redentor (deutsch Christus der Erlöser) ist ein Monument in Rio de Janeiro (Brasilien) auf dem Berg Corcovado in den Tijuca-Wäldern im Südteil der Stadt.Die Errichtung der Christusstatue Monumento Cristo Redentor war ursprünglich aus Anlass der hundertjährigen Unabhängigkeit Brasiliens geplant. Die Entwürfe stammen vom brasilianischen Bauingenieur Heitor da Silva Costa. Der Bau der Statue begann 1922, Finanzierungsprobleme verzögerten den Bau aber um fast zehn Jahre, ehe nach der Unterstützung der Erzdiözese Rios, des Vatikans und Frankreichs schließlich die Einweihung am 12. Oktober 1931 stattfinden konnte.Die Statue ist 30 Meter hoch und ruht auf einem 8 Meter hohen Sockel, der auch eine Kapelle für 150 Personen beherbergt. Die Spannweite der Arme beträgt 28 Meter, das Gesamtgewicht der Statue beträgt 1145 Tonnen. Der Kopf und die Hände wurden nach Gipsmodellen gefertigt, die der französische Bildhauer Paul Landowski in seinem Atelier nahe Paris hergestellt hatte. Baumaterial ist Stahlbeton, der mit einem Mosaik aus Speckstein überzogen ist.Anlässlich des 75. Jahrestages der Errichtung wurde die Christusstatue im Jahr 2006 zum katholischen Wallfahrtsort geweiht.Die Statue blickt auf den Zuckerhut.In der bolivianischen Stadt Cochabamba wurde 1994 auf dem Cerro San Pedro eine 34 Meter hohe Christusstatue auf einem sechs Meter hohen Sockel errichtet. Sie ist vier Meter höher als der Cristo Redentor und heute die zweitgrößte Christusstatue weltweit. Beide Statuen sind bis auf kleine Details, wie der Faltenwurf des Gewandes, ähnlich. Die größte Christusstatue weltweit wurde im November 2010 in Świebodzin (dt. Schwiebus) in Polen fertiggestellt. Die 36 m hohe, gekrönte Statue Chrystus Król steht auf einem 16 Meter hohen Hügel und hat ebenfalls Ähnlichkeit zu Cristo Redentor.In der Stadt Puerto Plata im Norden der Dominikanischen Republik wurde auf dem Pico Isabel de Torres, Puerto Platas 793 Meter hohem Hausberg, eine Nachbildung der Christusstatue erbaut. Weitere Nachbildungen sind Cristo Rei am Kap Fatu Cama nahe Dili, der Hauptstadt Osttimors, Cristo Rei in Almada bei Lissabon, auf der Ponta do Garajau nahe Caniço auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira oder in Cusco. Es gibt auch in Brasilien Orte mit Kopien, die dem Original von Rio de Janeiro nachempfunden wurden.Am 7. Dezember 1999 um 7:00 Uhr Ortszeit sprang der österreichische Basejumper Felix Baumgartner vom rechten Arm der Statue aus mit dem Fallschirm ab. Zuvor war er an einem mit einer Armbrust übergeschossenen Seil hinaufgeklettert.Am 7. Juli 2007 wurde in Lissabon bekannt gegeben, dass der Christo Redentor zu einem der „Sieben Neuen Weltwunder“ gewählt wurde. Nach Angaben der Veranstalter wurden fast 70 Millionen Stimmen abgegeben. Die UNESCO distanzierte sich jedoch von dieser Wahl der neuen sieben Weltwunder.Im April 2010 wurde die Statue von unbekannten Tätern mit Graffiti verunstaltet. Es war die erste Verunstaltung dieser Art in der 80-jährigen Geschichte der Statue. Die Graffiti wurden umgehend entfernt.
Die Inka Ruinen in PeruMachu Picchu [ˌmɑtʃu ˈpiktʃu] (Quechua Machu Pikchu, deutsch alter Gipfel) ist eine gut erhaltene Ruinenstadt in Peru. Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2360 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und des Berges gleichen Namens (Machu Picchu) in den Anden über dem Urubambatal der Region Cusco, 75 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco. Die terrassenförmige Stadt war und ist nach wie vor sowohl über einen schmalen Bergpfad mit einer kleinen Anlage im Gipfelbereich des Huayna Picchu wie auch über vergleichsweise größere Inka-Pfade mit der einstigen Hauptstadt des Inkareiches Cusco und den Ruinen von Llactapata verbunden.Erbaut wurde die Stadt einer Theorie zufolge um 1450 auf Befehl des Inka-Herrschers Pachacútec Yupanqui, der von 1438 bis 1471 regierte. Er schuf die Grundlagen für die Ausdehnung des mächtigen Inkareiches und führte den Kult um den Sonnengott Inti ein.Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die auf Terrassen gelegen und mit einem System von Treppen verbunden waren. Die meisten Terrassen sind mit ihren in die Mauern eingebauten kleinen Wasserablauföffnungen und etwa 3.000 Stufen ebenso bis heute erhalten wie die Kanalverbindung von der außerhalb der Stadtanlage befindlichen Wasserquelle zu den kaskadenförmig gestaffelten Brunnenbecken und die Außenmauern der Tempel und zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten; voll funktionsfähig und gegebenenfalls in den letzten Jahren nach und nach in inkatypischer Bauweise rekonstruiert worden. Die Forschung geht heute davon aus, dass die Stadt in ihrer Hochblüte bis zu 1.000 Menschen beherbergen und versorgen konnte.Die Anlage, deren ursprünglicher Name unbekannt ist, wurde nach einem der nahe gelegenen Berggipfel benannt, zwischen denen die Ruinenstadt liegt. Teile der Stadt und die für die Landwirtschaft genutzten Terrassen liegen am Fuße des „alten Gipfels“. Hinter ihrem anderen Ende ragt der „junge Gipfel“ (Huayna Picchu) zuckerhutförmig in den Himmel, auf dem sich ebenfalls eine kleine Anlage befindet, die von der Stadt über einen kleinen Bergpfad erreichbar war und ist. Im Südosten liegen circa 15 Kilometer entfernt im Urubambatal in unmittelbarer Flussnähe die Ruinen der Inkastadt Llactapata. Beide Siedlungen sind noch immer mit einem Inka-Pfad verbunden.Über den Sinn und Zweck dieser Stadt wurden verschiedene Theorien entwickelt. Tatsächlich existieren über sie keine Überlieferungen beziehungsweise wissenschaftliche Aufzeichnungen, weshalb auf der Grundlage archäologischer Funde nur mehr oder weniger begründete Vermutungen angestellt werden können.In der Stadtanlage wurden bei ihrer frühen Erforschung über 50 Grabstätten mit mehr als 100 Skeletten gefunden, die man zunächst zu mehr als 80 Prozent als weiblich einordnete. Neuere Untersuchungen hingegen haben eine gleichmäßige Verteilung der Geschlechter gezeigt. Aufgrund dieser Entdeckung entstand die Theorie von einer königlich-religiösen Zufluchtstätte der Inkas, in der sich neben dem Regenten nicht nur die Jungfrauen der Sonne sondern, auch bei Abwesenheit des Königs und seines Trosses, immer andere verschiedengeschlechtliche Bedienstete aufhielten. Da die Anlage schon nach dem Ausbrechen eines Bürgerkrieges im Inkareich unter Huayna Cápac nicht mehr von einem Inkakönig aufgesucht worden sein soll, hätten die dort lebenden Bediensteten die nunmehr nutzlos gewordene Stadtanlage später aufgegeben.Nach einer weiteren Theorie wird angenommen, zu Zeiten der spanischen Eroberung habe sich Machu Picchu noch im Bau befunden. Demzufolge seien die Bauarbeiten in Folge der Eroberung des Inkareiches durch die Spanier nicht fortgesetzt, die Anlage verlassen worden und dann bei den Indios in Vergessenheit geraten. Der archäologische Befund kann die Annahme einer noch in der Erbauung befindlichen Stadt jedoch nicht bestätigen. Er zeugt von einer weitestgehend ausgebauten und einst voll funktionsfähigen Stadt, in der auch über längere Zeit Menschen lebten. Sie besitzt beispielsweise eine noch heute voll funktionsfähige Wasserversorgung und eine aufwendige Regenwasserableitungsstruktur, die, von sichtbaren Ablauflöchern in den Terrassenwänden abgesehen, zumeist im Terrassenunterboden verborgen liegt.Als offizieller Zeitpunkt für die Wiederentdeckung wird oft das Jahr 1911 angegeben. Tatsächlich gab es schon zuvor zahlreiche verschiedene "Entdecker", und die Existenz der Stadt war lange bestimmten Personengruppen bekannt. Dr. John Rowe entdeckte ein spanisches Dokument von 1568, welches den Inca Yupanki als früheren Landeigentümer von Picho (Picchu) bezeichnet. Dasselbe Dokument führt aus, dass hier angebaute Produkte als Opfergaben verwendet wurden.Zwei Dokumente, die der deutsche Ingenieur Christian Bues entdeckte, der sich im Urubambatal zu Vermessungsarbeiten niedergelassen hatte, bezeugen, dass 1614 auf dem Gebiet des Salkantay (Gebiet von Machu Picchu) ein Grenzkonflikt zwischen verschiedenen Landbesitzern ausbrach. Das Gebiet gehörte zu dieser Zeit dem Stamm der Cañaris, angeführt vom Caciquen Don Francisco Poma Gualpa. Die Cañaris waren Nachfahren des ecuadorianischen Volksstammes der Kañari, die sich bis 1849 in der Gegend halten konnten und dann ausstarben. Es wird vermutet, dass die Cañaris die Wächter von Machu Picchu waren. 1657 pachtete der Augustinerorden vorübergehend das Land um Machu Picchu, ohne von den Ruinen selbst Kenntnis zu nehmen.Das einzige gegenwärtig bekannte Dokument über die legendäre Inkastadt ist eine Urkunde aus dem Jahre 1782, die von dem Geschichtsprofessor Jose Uriel Garcia entdeckt wurde. Auf Blatt 20 des handschriftlichen Protokolls wird ersichtlich, dass Machu Picchu und das umliegende Land von dem Kommandanten Marcos Antonio de la Camara y Escudero für 450 Pesos gekauft wurde. Notariell wurde dies vom Notar Ambrosius de Lira beglaubigt. Aus dem Dokument geht hervor, dass der Name der Stadt Machu Picchu war. Erst Hiram Bingham (siehe unten) schuf – bewusst oder unbewusst – das Geheimnis um den wahren Namen der Stadt.Der Italiener Antonio Raimondi veröffentlichte 1865 eine Landkarte, auf der Machu Picchu eingetragen und namentlich gekennzeichnet war. 1867 wurde Machu Picchu vom Deutschen Augusto Berns entdeckt, der mit seiner Firma für dieses Gebiet Goldschürfrechte besaß.1875 drang der Franzose Nicolas Wiener bis zu den Inka-Ruinen in Ollantaytambo vor, wo er von Indigenas Hinweise erhielt, dass es weitere Ruinen bei „Matcho Picchu“ geben soll. Durch das unwegsame und nahezu undurchdringliche Urubambatal kämpfte sich Wiener bis in die Nähe des heutigen Machu Picchus vor, scheiterte aber kurz vor dem Ziel an einem Erdrutsch. Im Jahr 1874 wurde von dem deutschen Ingenieur und Landvermesser Herman Göhring eine genaue Karte gezeichnet, auf der Machu Picchu am exakten Ort vermerkt ist.Seit 1894 war der Name Machu Picchu, zumindest bei der Bevölkerung im Urubambatal allseits bekannt. Don Luis Bejar Ugarte ließ sich im gleichen Jahr von Augustin Lizarraga nach Machu Picchu führen, der 17 Jahre später auch unter Hiram Binghams (siehe unten) Mannschaft war. Lizzaraga und Ugarte entdeckten dabei auch einen Tunneldurchbruch aus der Inkazeit, welcher den Rio Urubamba unterquerte. Wiedergefunden wurde dieser Tunnel vom Ingenieur Osvaldo Paez Patiño im Jahr 1930.Als 1895 ein Maultierpfad entlang des Rio Urubamba gesprengt wurde, war in Cusco Machu Picchu in aller Munde. Am 14. Juli 1901 kehrte Lizzaraga, zusammen mit seinen Freunden Don Enrique Palma aus San Miguel und Gavino Sanchez von der Hazienda Collpani, zur Inkastadt zurück. Sie ritzten ihre Namen auf der Mauer des königlichen Palastes ein. Zu dieser Zeit wohnte der Indigena Anacleto Alvarez im Gebiet von Machu Picchu und hatte die Terrassen gepachtet.Einige Wochen vor Binghams Expedition im Jahre 1911 stieß der US-Amerikaner Alberto Giesecke, zusammen mit Don Braulio Polo y la Borda, der von Indigenas von der Stadt wusste, bis zum Fuß des Machu Picchu vor. Sie mussten allerdings aufgrund eines Unwetters umkehren. Gieseckes Wissen und Erfahrungen waren dann die Grundlage für Binghams Expedition.Am 24. Juli 1911 wurden die Ruinen von einer Expedition der Yale University unter der Leitung Hiram Binghams durch Zufall wiederentdeckt. Die Siedlung war von dichter Vegetation überwuchert. Bingham war auf der Suche nach der geheimnisvollen Inkastadt Vilcabamba, in die sich die Inkas geflüchtet haben sollen, nachdem Pizarro 1536 Cusco einnahm. Bingham glaubte, Vilcabamba in Machu Picchu gefunden zu haben. Heute wird vermutet, dass Vilcabamba 35 Kilometer weiter entfernt im Dschungel liegt.In den Jahren 1912 und 1913 begann Bingham damit, die Stadt freizulegen. 1915 veröffentlichte er ein Buch über seine Erforschung Machu Picchus. Berühmt wurde Machu Picchu, als die National Geographic Society ihre gesamte Ausgabe vom April 1913 dieser Stadt widmete. Es wird auch behauptet, dass Bingham die Stadt schon zwei Jahre vorher entdeckt habe und sich Zeit verschaffte, alle Funde wie Gold und Grabbeigaben in die Vereinigten Staaten zu schaffen. Am Eingang zum Machu Picchu ist eine Tafel befestigt, mit deren Aufschrift Peru die Vereinigten Staaten von Amerika zur Einsichtnahme in die Funde Binghams bittet, die noch immer in der Yale University liegen sollen. Erst im Jahr 2008 wurde zwischen den USA und Peru eine diesbezügliche Vereinbarung getroffen.Die UNESCO nahm Machu Picchu 1983 in die Liste des Weltkulturerbes auf.Am 7. Juli 2007 wurde Machu Picchu im Rahmen einer Privatinitiative nach Angaben der Veranstalter von weltweit 70 Millionen Menschen zu einem der „neuen sieben Weltwunder“ gewählt.Sowohl die UNESCO als offizielle Hüterin des Weltkulturerbes als z. B. auch Ägypten (Antike Weltwunder: Pyramiden von Gizeh) distanzierten sich von der als „private Kampagne“ ohne wissenschaftliche Kriterien bezeichneten Wahl.Machu Picchu ist eine der größten Touristenattraktionen in Südamerika. Täglich besuchen durchschnittlich etwa 2.000 Personen die Sehenswürdigkeit. Die UNESCO fordert eine Reduktion auf höchstens 800 Besucher, um das Kulturerbe nicht zu gefährden.Da sich die Inkastadt in einem schwer zugänglichen Gebiet befindet und es keine Straßen dorthin gibt, wurde eine Bahnlinie von Cusco bis nach Aguas Calientes, einem Dorf am Fuße des Berges von Machu Picchu, gebaut. Machu Picchu ist am bequemsten von Aguas Calientes aus zu erreichen: Vom Zentrum in Aguas Calientes fährt ein Bus die gut acht Kilometer lange Serpentinenstrecke zur Zitadelle Machu Picchu hinauf. Diese Strecke kann man aber auch zu Fuß zurücklegen, kleine Fußwege mit Stufen führen die Serpentinen hinauf. Am Ende der Serpentinen, im unmittelbaren Eingangsbereich von Machu Picchu, befindet sich zudem das Hotel „Sanctuary Lodge“, das der englischen Hotelkette „Orient-Express Hotels Trains & Cruises“ gehört. Die Kette ist auch an dem nach Hiram Bingham benannten Luxuszug beteiligt, der zwischen Cusco und Aguas Calientes verkehrt. Wer Machu Picchu auf authentischem Wege erreichen will, der kann über den Inka-Pfad (camino inca) nach Machu Picchu gelangen, eine mehrtägige Wanderung über mehrere hohe Pässe vom Urubambafluss (klassisch ab Kilometer 88, Variation ab Kilometer 82 der Bahnlinie nach Aguas Calientes). Dabei kommt man auch zu dem für Machu Picchu errichteten Sonnentor, welches in unmittelbarer Nähe zu den Ruinen der Siedlung liegt.Der ständig wachsende Tourismus belastet die Umwelt sehr. Die UNESCO wehrt sich daher vehement gegen den geplanten Bau einer Seilbahn von Aguas Calientes hinauf nach Machu Picchu. Deren Fertigstellung würde den Touristenstrom weiter ansteigen lassen und außerdem die Erdrutschgefahr erhöhen. Am 10. April 2004 forderte ein Erdrutsch, der auch die Bahnlinie teilweise lahmlegte, elf Menschenleben. Durch einen weiteren Erdrutsch am 14. Oktober 2005 wurde die Bahnlinie auf einer Strecke von 400 Metern erneut verschüttet. Auch 2010 gab es Überschwemmungen und Erdrutsche, woraufhin das Militär zur Unterstützung der Touristen eingesetzt wurde und anschließend Machu Picchu für mehr als 2 Monate gesperrt werden musste.Am 7. Juli 2011 begannen die mehrtägigen Feierlichkeiten der Wiederentdeckung von Machu Picchu vor 100 Jahren. Der 7. Juli markiert den Tag der Aufnahme Machu Picchus in die inoffizielle "Liste der Neuen Weltwunder" im Jahr 2007. Durch die Feierlichkeiten rückte die Inkastadt in den Fokus der Medien und traf dabei nicht nur auf positive Resonanz. Durch die steigende Anzahl von Touristen ist das Gebiet gefährdet, sodass die UNESCO dazu aufgerufen hat, nicht noch mehr Menschen täglich zuzulassen. Obwohl die Hotel- sowie Gastronomiebranchen vom Tourismus stark profitieren, trifft dies nicht auf die anwohnende Bevölkerung zu. Die Menschenrechtsorganisation Survival International kritisierte zudem, dass zwar die indigene Vergangenheit gefeiert, die Zukunft der im Land lebenden indigenen Bevölkerung aber riskiert wird.
Die Ruinen der Maya-Stadt Chichen-Itza in Mexiko.Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Sie gehört der späten Maya-Kultur an und liegt etwa 120 Kilometer östlich von Mérida im Bundesstaat Yucatán.Mit einer offiziellen Fläche von 1547 Hektar ist Chichén Itzá einer der ausgedehntesten Fundorte in Yucatán. Das Zentrum wird von zahlreichen monumentalen Repräsentationsbauten mit religiös-politischem Hintergrund eingenommen, darum herum befinden sich die Wohnkomplexe der Oberschicht.Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert muss diese Stadt eine überregional bedeutende Rolle gespielt haben. Wie diese genau aussah, konnte bisher jedoch nicht geklärt werden. Einzigartig ist, wie in Chichén Itzá verschiedene Architekturstile nebeneinander auftreten. Neben Bauten in einem modifizierten Puuc-Stil gibt es Bauformen, die toltekische Züge aufweisen. Dies hat man früher oft auf einen direkten Einfluss von Auswanderern aus Zentralmexiko beziehungsweise von Eroberern aus Tula zurückgeführt. Heute geht man eher von diffusionistischen Modellen aus und nimmt eine weitgehende Gleichzeitigkeit verschiedener Stilformen in den Monumentalbauten an.Durch die touristische Entwicklung von Yucatán ist Chichén Itzá zu jener archäologischen Stätte geworden, die in Mexiko nach Teotihuacán am meisten Besucherinnen und Besucher anzieht. Von der UNESCO wurde Chichén Itzá 1988 zum Weltkulturerbe erklärt.Der Name der Stadt entstammt dem yukatekischen Maya und bedeutet „Am Rande des Brunnens der Itzá“. Er ist zusammengesetzt aus den drei Wörtern chi’ („Mund, Rand, Ufer“)[2], ch’e’en („Brunnen“ oder „Höhle mit Wasser“)und itzá (Eigenbezeichnung des Volkes).
Mit dem „Brunnen“ im Namen der Stadt war die wasserführende Doline (Cenote) gemeint, die heute als Cenote Sagrado bezeichnet wird. Chichén Itzá liegt in einem sehr unebenen Karstgelände mit generell aber nur geringen Höhenunterschieden, das von vielen Einsturzdolinen übersät ist (lokal als rejolladas bezeichnet); diese reichen meist nicht bis zum Grundwasserhorizont, bieten aber aus mikroklimatischen Gründen günstige Voraussetzungen für Anpflanzungen. Je eine wasserführende Doline befindet sich nördlich (Cenote Sagrado) und südlich (Cenote Xtoloc, neben dem gleichnamigen kleinen Tempel) des Zentrums. Es ist sicher kein Zufall, dass das zeremoniale Zentrum genau zwischen diesen beiden Cenotes liegt.Im Chilam-Balam-Buch von Chumayel wird ein anderer Name genannt, den die Stadt vor Ankunft der Itzá getragen hat. Wie dieser Name – Uuc Yabnal – zu verstehen ist, konnte bisher nicht befriedigend geklärt werden.Im Jahr 1533 – und damit knapp zehn Jahre bevor die Spanier ihre Eroberung Yucatáns abgeschlossen hatten – errichtete Francisco de Montejo der Jüngere in den Ruinen von Chichén Itzá eine kleine Siedlung unter dem Namen Ciudad Real. Von den damals gebauten einfachen Behausungen konnten archäologisch bisher keine Spuren gesichert werden. Die Siedlung wurde von Indianern belagert und konnte nicht gehalten werden. Diego de Landa (der damals allerdings noch nicht selber vor Ort war) berichtet, dass der Druck so stark gewesen sei, dass die Spanier sich nur heimlich nachts zurückziehen konnten. Landa, der 1549 nach Yucatán kam, gibt eine recht ausführliche Beschreibung von einigen Gebäuden im Zentrum von Chichén Itzá – nämlich vom Castillo und den beiden kleinen Plattformen – sowie von der breiten Straße zum Heiligen Cenote und von Gegenständen, die er dort fand.Eine kurze Notiz über seinen Besuch der Ruinen am 26. Juli 1588 hinterließ Antonio de Ciudad Real .Zu den frühesten modernen Besuchern gehörte 1840 Baron Emanuel von Friedrichsthal, damals erster Sekretär der österreichischen Legatschaft in Mexiko. Er nahm auch Daguerreotypien auf, konnte seinen Bericht aber nicht mehr veröffentlichen.Im Jahr 1841 hielten sich John Lloyd Stephens und Frederick Catherwood lange in Chichén Itzá auf und fertigten ausführliche Beschreibungen und Zeichnungen an.Die von Stephens verfassten Berichte machten die mittelamerikanischen Ruinen, darunter auch Chichén Itzá, bei den Interessierten in Nordamerika und Europa bekannt. Sie regten unter anderem den Franzosen Désiré Charnay zu Forschungsreisen an. Er besuchte Chichén Itzá 1860 und nahm dort zahlreiche Fotografien auf.Die ersten Grabungen unternahm der New Yorker Amateur-Archäologe Augustus Le Plongeon ab 1875. Die historischen Darstellungen, die er in seinen Werken ausführlich ausbreitete, gehören allerdings in das Reich der Fantasie. Nach ihm kamen in kurzer Folge Teoberto Maler, der neben Fotografien nur spärliche Aufzeichnungen hinterließ, und der Engländer Alfred Percival Maudslay, der sich ein halbes Jahr der Ruinenstadt widmete. Der amerikanische Diplomat Edward Thompson kaufte 1894 die Hazienda, auf deren Gelände Chichén Itzá liegt, und forschte dort bis in die 1920er Jahre. Unter anderem baggerte er ab 1904 die Ablagerungen im Heiligen Cenote aus, in dem er auch Tauchexpeditionen unternahm. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche wertvolle Objekte unerlaubt außer Landes gebracht zu haben, allerdings wurde diese Anklage später als unbegründet fallen gelassen.
Ab 1924 führte die Carnegie Institution of Washington unter der Leitung von Sylvanus Griswold Morley gemeinsam mit mexikanischen Regierungsstellen Ausgrabungen durch und unternahm Rekonstruktionen. Die Archäologen der Carnegie Institution (darunter auch Eric Thompson) arbeiteten an Ruinen auf der großen Plattform (insbesondere am Kriegertempel), am Caracol, an den Monjas und am Mercado sowie beim weit im Süden gelegenen Tempel der drei Türbalken. Von den Archäologen der mexikanischen Altertumsbehörde wurden Restaurierungsarbeiten am Castillo, am großen Ballspielplatz, am Tzompantli, bei der Plattform der Adler und der Jaguare sowie bei der Plattform der Venus durchgeführt. Die umfangreichen Grabungen der Carnegie Institution in Chichén Itzá legten den Grundstein für die auf der gefundenen Keramik beruhenden Chronologie des gesamten nördlichen Yucatán.Wissenschaftler der Carnegie Institution entwickelten auch die Ansicht, dass sich in Chichén Itzá die Kultur einheimischer Maya und eingewanderter Tolteken begegneten, was sich an unterschiedlichen Baustilen erkennen ließe. Durch die Carnegie Institution und später durch das mexikanische INAH (Instituto Nacional de Antropología e Historia) wurde auch eine genaue Kartierung von Chichén Itzá vorgenommen, die ein Vielfaches der heute touristisch zugänglichen Fläche umfasst.Neuere Ausgrabungen und Restaurierungen durch das INAH seit den 1980er Jahren (meist unter Leitung des Deutschen Peter J. Schmidt) konzentrierten sich auf Nachuntersuchungen und Konsolidierungen im Zentrum von Chichen Itzá (Komplettierung des Castillos, des Tempels des großen Opfertisches, des östlichen Teils des Tausend-Säulen-Komplexes, Osarios) und Neugrabungen im Süden (gesamte Grupo de la Fecha). 2009 begannen neue Grabungen im Umfeld des Castillos unter Rafael Cobos.Nach den Typen gefundener Keramik weist Chichén Itzá eine Besiedlungsgeschichte von annähernd zweitausend Jahren auf. Bauten sind allerdings erst für die spätklassische Zeit um 750 n. Chr. nachzuweisen, was der kulturellen Entwicklung im Puuc-Stil weiter südwestlich entspricht. Dem folgen im Endklassikum unterschiedliche Bauformen, die bis in die 1970er Jahre mit einem toltekischen Einfluss oder gar einer Anwesenheit von Auswanderern oder Eroberern aus Tula (Mexiko) in Verbindung gebracht wurden. In dieser Zeit entstanden vor allem die Bauten auf der Großen Terrasse mit dem Ballspielplatz, dem Castillo, dem Kriegertempel und dem Tausendsäulen-Komplex bis zum so genannten Mercado, aber auch in anderen Teilen der inzwischen enorm angewachsenen Stadt. Heute geht man von einer weitgehenden Gleichzeitigkeit der “toltekischen” und einem modifizierten Puuc-Stil zugehörigen Monumentalbauten aus. Wie die teils frappierenden stilistischen Ähnlichkeiten zwischen Tula und Chichén Itzá historisch zu erklären sind, ist bisher nicht gelöst.Chichén Itzá herrschte direkt, wie die Inschriftentexte in nahe gelegenen Orten zeigen, über ein kleineres Gebiet. Es wird angenommen, dass Isla Cerritos als der Hafen für die Handelsaktivitäten diente, die sich in Materialien aus dem nord- und zentralmexikanischen Hochland, aus Guatemala, aus Costa Rica und dem westlichen Panamá erkennen lassen. Im Postklassikum wurde die Stadt langsam entvölkert und nur noch von Pilgern besucht, die in den Ruinen Opfergaben niederlegten wie dies auch bei vielen anderen Orten nachgewiesen ist.Die Inschriften umfassen nur einen relativ kurzen Zeitraum in der Geschichte von Chichén Itzá, im Wesentlichen einer Herrscherfamilie, insbesondere ihrer wichtigen Exponenten.Nach den Inschriften hatte anfangs Ek Balam, das deutlich nach dem weit im Süden gelegenen Kerngebiet der Klassischen Mayakultur orientiert war, die Vorherrschaft im nördlichen Yucatán inne. Auch Chichén Itzá scheint anfangs Ek Balam untergeordnet gewesen zu sein. Die Serie der Inschriften in Chichén Itzá, die mit Maya-Daten verlässlich datiert sind, beginnt mit einem langen horizontalen Band im vorderen Raum des Roten Hauses (Casa Colorada). In dieser Inschrift setzen sich ihre Verfasser deutlich von den Inschriften von Ek Balam ab, indem sie eine lokale Sprachform benutzen, die später als Yukatekisches Maya in Erscheinung tritt.In der Inschrift wird für das Jahr 869 zunächst von einer Zeremonie berichtet, die K’ak’upakal K’awiil („Feuer ist der Schild des K’awiil“) vorgenommen hat, die herausragende Persönlichkeit in den Inschriften von Chichén Itzá. Ein knappes Jahr später fanden Feuerzeremonien statt, in denen K’ak’upakal und K’inich Jun Pik To’ok’, Herrscher von Ek Balam, beteiligt waren, sowie ein offenbar ranggleiches Mitglied der aus der Kolonialzeit bekannten Kokom-Familie. K’ak’upakal wird zum letzten Mal in einer Inschrift von 890 erwähnt. Der Name seines Bruders, der zweiten wichtigen Persönlichkeit von Chichén Itzá, wird vorläufig als K’inil Kopol gelesen. Er trägt wie sein Bruder einen sonst nicht vorkommenden Herrschertitel, wird aber nur in Inschriften zwischen 878 und 881 genannt. Ihre Mutter war Frau K’ayam, während der Vater mit einem nicht befriedigend gelesenen Namen noch undeutlich bleibt, was einer Betonung der mütterlichen Deszendenz in Chichén Itzá entsprechen dürfte.K’ak’upakal und K’inich Jun Pik To’ok’ treten auch auf einem Monument im nahe gelegenen Halakal, vermutlich zusammen mit einem noch nicht identifizierten lokalen Herrscher auf. Auch im benachbarten Yula erscheint K’ak’upakal, zusammen mit dem örtlichen Herrscher To’k’ Yaas Ajaw K’uhul Um und anderen Personen im Zusammenhang mit Feuerzeremonien. In dem heute als Akab Dzib bekannten Gebäude von Chichén Itzá bezeichnet sich Yahawal Cho’ K’ak’, ein Angehöriger der Familie der Kokom, als dessen Besitzer. Aber auch weitere Inschriften aus nicht identifizierten Bauten bringen diese in Beziehung zu den Kokom.Die in den Inschriften an Gebäuden mitgeteilten Daten lassen drei Bauperioden erkennen. Die älteste, die noch vor dem Aufstieg des K’ak’upakal liegt, umfasst die Bauten Akab Dzib und Casa Colorada, der nächsten gehört die Errichtung des Komplexes der Monjas an. Zur letzten gehören die Bauten des Grupo de la Fecha und die Tempel der drei und der vier Türstürzen, alle im Auftrag von K’inil Kopol errichtet. Damit endet auch die dichte Folge von datierten Inschriften. Für die spätere Zeit, in der die als toltekisch bezeichneten Bauten entstanden, fehlen Inschriften, die Auskunft über genaue Entstehungszeit und beteiligte Personen geben könnten. Man kann daraus folgern, dass die Fähigkeit, Inschriften zu verfassen, entweder nicht mehr vorhanden war oder nicht mehr geschätzt wurde.Zahlreiche Namen, die in der früheren Forschung als Mitglieder eines relativ egalitären Herrschaftssystems unter der Maya-Bezeichnung multepal angesehen wurden, sind nun als Namen von Göttern erkannt, wodurch die vermutete eigentümliche politische Struktur nicht mehr anzunehmen ist. Das anfängliche Missverständnis rührt daher, dass Götter und Herrscher, möglicherweise erst nach ihrem Tod, in demselben Kontext, vor allem als Eigentümer von Gebäuden, auftreten.Für Touristen ist nur ein kleiner Teil von Chichén Itzá begehbar, in dem die meisten Gebäude ausgegraben und teilweise rekonstruiert wurden. Dieser Teil liegt auf einer großen terrassierten Fläche und ist von einer Mauer umgeben, die an einzelnen Stellen wieder aufgerichtet wurde (so am Beginn des Weges zum Heiligen Cenote). Die verschiedenen Teile von Chichén Itzá waren durch gemauerte Wege, Sacbé, verbunden.Im Zentrum der Tempelanlagen von Chichén Itzá befindet sich die als Castillo (spanisch für „die Burg, das Schloss“) bezeichnete große Stufenpyramide. Das dreißig Meter hohe Bauwerk hat als Zugang vier Treppen auf allen Seiten. Es wird spekuliert, dass in den Treppenstufen die Länge des Jahres der Maya codiert sei: Wenn alle vier Seitentreppen 91 Treppenstufen hatten (die heute existierenden sind das Ergebnis von Rekonstruktionen, deswegen ist diese Zahl nicht gesichert; außerdem ist das Gelände nicht völlig eben, weshalb die Treppen eigentlich ungleich lang gewesen sein müssten), dies mit vier multipliziert (Anzahl der Treppen bei vier Seiten der Pyramide) und die Stufe vor dem Tempel – eigentlich der Gebäudesockel – hinzu gezählt wird, ergäbe das die Zahl der Tage im Jahr der Maya.Die Seitenflächen der Pyramide zu beiden Seiten der Treppen sind 9fach gestuft. Die (annähernd) vertikalen Seitenflächen der Stufen sind oben durch ein horizontales Band angeschlossen, der größere Teil besteht aus einem Muster von vier wie herabhängend ausgearbeiteten rechteckigen Flächen über einer etwas zurückliegendem glatten Außenfläche der Stufen. Die rechteckigen Flächen werden nach oben hin von Stufe zu Stufe aus Platzgründen kleiner, bei den beiden letzten Stufen ist auch ihre Zahl verringert. Die Ecken der Stufen sind leicht abgerundet.Relief eines Kriegers am Tempeleingang des CastilloDer Castillo trägt auf seiner Spitze den Tempel des Kukulkan, der Schlangengottheit der Maya, deren Namen sich mit dem toltekischen Quetzalcoatl inhaltlich deckt. Der sechs Meter hohe Tempel auf der Pyramide verfügt über einen von zwei Schlangensäulen getragenen Haupteingang nach Norden. Dieser führt in einen schmalen, die ganze Breite des quadratischen Tempels einnehmenden Raum, von dem aus man in den zentralen Raum gelangt, dessen Dach von zwei Pfeilern getragen wird. Um diesen zentralen Raum verläuft auf drei Seiten ein gangartiger Raum, zu dem Eingänge von den restlichen drei Seiten führen. Die Türlaibungen zeigen in Flachrelief toltekische Krieger.Im Innern der Pyramide verbirgt sich eine weitere, kleinere (Seitenlänge ungefähr die Hälfte der späteren) Pyramide, die ebenfalls neun Stufen aufweist. Sie besitzt allerdings nur eine Treppe auf der Nordseite, die durch einen kurzen von Archäologen gegrabenen Tunnel von der Seite der späteren Treppe aus zugänglich ist (für Besucher gesperrt). Der frühere Tempel ist einfacher gestaltet als der spätere. Er hat nur zwei gleich große, hintereinander liegende Räume, von denen der hintere durch den vorderen zu betreten ist. Dort fanden die Entdecker einen Jaguar aus Stein, der in rot bemalter Form und Augen aus Jade als Sitz gestaltet war und vielleicht einst als Thron gedient haben könnte. Die obere Fassade dieses Tempels wurde teilweise freigelegt und zeigt dominierend Jaguare in Prozession.Das Castillo ist der unbestrittene Publikumsmagnet in Chichén Itzá. Es besitzt diesen Rang allerdings nicht nur aufgrund seiner beeindruckenden Bauweise und Größe, sondern auch aus einem weiteren Grund: Zweimal im Jahr, zur Tagundnachtgleiche und einige Zeit davor und danach, versinkt bei Sonnenuntergang eine Seite der Pyramide fast vollständig im Schatten. Dann wird nur noch die Treppe von der Sonne angestrahlt und auf sie projizieren sich die Stufen der Pyramide. Dieses aus Licht bestehende Band vereint sich schließlich für kurze Zeit mit einem Schlangenkopf am Fuß der Pyramide und stellt so eine gefiederte Schlange dar. Es ist nicht nachweisbar, dass dieser beeindruckende Effekt von den Maya gleich interpretiert wurde und noch weniger, dass er beim Bau der Pyramide beabsichtigt war.Entsprechendes gilt für ein Echo, mit dem die Fremdenführer Touristen zu beeindrucken pflegen: Steht man vor einer Seite der Pyramide, wird der Schall viele hundert Meter weit zurückgeworfen und verstärkt. Ein Händeklatschen hört sich dabei an wie ein Pistolenschuss. Das Echo entsteht zwangsläufig bei einer hinreichend großen glatten Reflexionsfläche.
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Die Sieben Weltwunder der Neuzeit Teil1
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